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Traumatherapie in der Gruppe - Manual für Therapeuten und Patienten

Christian Firus et al. Klett-Cotta, 2012

205 Seiten. EUR 27,95

Gruppentherapie kann eine wirksame Behandlungsmethode selbst für schwer traumatisierte Menschen sein. Doch sie muss auf die spezifischen Probleme bei Traumafolgestörungen abgestimmt werden. Dieser Aufgabe ist das Autorenteam mit dem ersten ausführlichen Behandlungsmanual für Trauma-Patienten in überzeugender Weise nachgekommen.

Grundlage ist die bekannte, von Luise Reddemann entwickelte, auf Imaginationsarbeit und Ressourcenorientierung basierende Traumatherapie »PITT«. Das Buch besteht aus dem Behandlungsmanual, welches allen Guppenteilnehmern zugänglich gemacht wird, und den konzeptuellen Grundlagen für die Hand der Therapeuten.

- Erste eigenständige Buchveröffentlichung zur Gruppenbehandlung mit traumatisieren Menschen
- PatientInnen können selbst mit dem Manual-Teil des Buches arbeiten
- Gruppenmanual basiert auf den Grundlagen von »PITT«, dem weit verbreiteten Traumatherapie-Verfahren von Luise Reddemann
- AutorInnen sind in der traumatherapeutischen Aus- und Weiterbildung tätig und lehren dieses Vorgehen

Dialogische Traumatherapie - Manual zur Behandlung der Poattraumatischen Belastungsstörung

Willi Butollo, Regina Karl. Klett-Cotta, 2012

248 Seiten. EUR 28,95

Wieder beziehungsfähig werden

Traumatherapie kann nicht nur aus »Techniken« bestehen. Dreh- und Angelpunkt der Verarbeitung einer Traumatisierung ist die Wiederherstellung von Vertrauen in die Welt und die Menschen. Darauf baut das neue Manual zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung seine Interventionen auf. Die Manualform des Buches gewährleistet ein sicheres Arbeiten durch alle Phasen in der Behandlung einer Posttraumatischen Belastungsstörung.

Menschen reagieren auf traumatische Erfahrungen mit radikalem Rückzug. Einsamkeit und Leere scheinen für die meisten erträglicher zu sein als Kontakte zu anderen Menschen und der Welt. Diese, aus langer Praxiserfahrung mit Traumapatienten gewonnene Erfahrung führte zum Grundprinzip des hier vorgestellten Behandlungsansatzes: Das Hauptziel der Therapie besteht darin, wieder sichtbar und berührbar zu werden - den Kontakt wieder aufzubauen und die verlorengegangene Beziehungsfähigkeit und Lebendigkeit wiederzuerlangen. Entscheidend für das Gelingen ist, dass der Therapeut/die Therapeutin eine konsequent dialogische Haltung einnimmt und eine heilende »Ich-Du-Beziehung« herstellen kann. Die dafür geeigneten Interventionen, wie Rollenspiel, Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungsübungen, Wiederaufbau des Selbstgefühls und der Bindung zu anderen werden anwendungsbezogen dargestellt. Die Manualform des Buches gewährleistet ein sicheres Arbeiten durch alle Phasen in der Behandlung einer Posttraumatischen Belastungsstörung.

- Willi Butollo ist einer der »Pioniere« auf dem Gebiet der Traumatherapie
- Das Buch erinnert an den Kern des therapeutischen Heilungsauftrags - Schulenübergreifender,innovativer Ansatz
- Die Autoren sind in der Aus- und Weiterbildung ihres Behandlungsansatzes tätig.

Das Buch wendet sich an:
- TraumatherapeutInnen
- PsychotherapeutInnen aller Schulen
- Gestalt-TherapeutInnen

Kraft in der Krise - Ressourcen gegen die Angst

Diegelmann/Isermann. Klett-Cotta, 2011

160 Seiten. EUR 16,95

Trust and go: Impulse für ein besseres Leben in Krisensituationen

Lebenskrisen, z.B. durch eine ernsthafte Erkrankung oder durch Traumatisierung verursacht, lösen immer auch schwer beherrschbare Ängste aus. Angst blockiert jedoch unser Gehirn und verhindert so einen konstruktiven und vorwärts gerichteten Umgang mit der bedrohlichen Situation.

Angstblockaden zu lösen und Betroffene wieder handlungs- und entscheidungsfähig zu machen, ist Ziel des Buches. Die beiliegende Hör-CD vertieft das Verständnis neurobiologischer Zusammenhänge bei der Angstentwicklung und Angstbekämpfung.

In einem etwa einstündigen Exklusiv-Interview beantwortet der bekannte Neurobiologe Gerald Hüther Fragen, die unser Lebensgefühl in Krisensituationen grundlegend bestimmen.

Trauma und Körper - Ein sensumotorisch orientierter Ansatz

Pat Ogden et al.. Junfermann, 2010

432 Seiten. EUR 34,00

Die Sensumotorische Psychotherapie basiert auf der Prämisse, dass Traumatisierte, um sich nicht mehr in ihrer Vergangenheit zu verfangen, (1) ihrer automatischen dysfunktionalen Handlungstendenzen bewusst werden müssen, (2) anfängliche Impulse zu hemmen lernen und (3) mit verschiedenen Alternativen experimentieren müssen, um unabgeschlossene, erstarrte Handlungen, die sich im Augenblick des Traumas als nutzlos erwiesen haben, zum Abschluss zu bringen, und dass sie (4) Möglichkeiten erproben müssen, alternative, effektive Handlungen auszuführen. Pat Ogden Buch ist das erste, das versucht, unser Wissen über körperorientierte Psychotherapie, Neurowissenschaft und Bindungstheorie zu einer umfassenden Behandlungsmethode zu integrieren. Ich hoffe, dass die therapeutische Arbeit mit Traumatisierten durch diese bewundernswerte Integrationsleistung sich einen riesigen Schritt weiterentwickeln wird

"Aus den verschiedensten Gründen wurde der Körper immer aus der ,Redekur’ ausgespart.“ Mit diesem Satz leiten die Autoren ihre Erweiterung der traditionellen Redetherapie ein, für die sie auf Erfahrungen und Fertigkeiten aus ihrer langjährigen psychotherapeutischen Arbeit zurückgreifen. Das Ergebnis ist ein einzigartiger Ansatz der Traumabehandlung. Traumatische Erlebnisse führen zu erheblichen sensumotorischen Reaktionen – zu intrusiven Bildern, körperlichen Schmerzen, Konstriktionen, Taubheitsgefühlen etc. Ein holistischer, Körper und Geist einbeziehender Ansatz ist deshalb für eine wirksame Behandlung unverzichtbar. Konventionelle Therapiemodelle beziehen jedoch den Körper in der Regel nicht mit ein. Um dieses Defizit geht es den Autoren und sie zeigen, wie körperorientierte Elemente und Redetherapie zu einem neuen Ansatz traumatherapeutischer Behandlung verbunden werden können. „Die Autoren beschreiben in diesem bahnbrechenden Werk psychosomatische Ansätze für die Behandlung Traumatisierter. Für Therapeuten aller Orientierungen bieten sich so deutlich bessere Möglichkeiten, künftig für die Heilung traumatisierter Patienten den Körper einzubeziehen.“ – Christine A. Courtois

Systemische Traumatherapie - Konzepte und Methoden für die Praxis

Hanswille/Kissenbeck. Carl-Auer, 2008

397 Seiten. EUR 34,00

Traumatisierende Ereignisse kommen weitaus häufiger vor, als es auf den ersten Blick scheint. Unfälle, Gewalterfahrungen, Missbrauch oder Vernachlässigung lösen in rund einem Viertel der Fälle Traumafolgestörungen aus, die sich oft erst nach Monaten zeigen.

Dieses Buch verbindet erstmals das Know-how der klassischen Traumatherapie mit den erfolgreichen Methoden der systemischen Therapie zu einem gemeinsamen Konzept. Familientherapeuten vermittelt es einen Überblick über den aktuellen Stand der Traumatherapie und Traumaforschung. Traumatherapeuten und Medizinern ermöglicht die Einbeziehung des Systems, dessen Unterstützung zu nutzen, die Traumabehandlung deutlich zu verkürzen und Rückfälle zu vermeiden. Mitarbeitern im sozialen Dienst, die oft den ersten Kontakt zu Betroffenen haben, hilft es Traumatisierungen zu erkennen und ihre Behandlung in die richtigen Wege zu leiten. So entlastet eine systemische Traumatherapie – neben den Traumatisierten selbst – letztendlich alle Menschen, die mit ihnen zu tun haben.

Ein bedeutender Teil des Buches beschäftigt sich mit der Therapie von traumatisierten Kindern bzw. Jugendlichen und ihren Familien. Auf der Basis von kindlichen Entwicklungs- und traumaspezifischen Aspekten entwickeln die Autoren hier ein systemisches Konzept für die therapeutische Praxis. Darin werden Diagnoseinstrumente vorgestellt, Therapiestrategien entworfen und Interventionen für traumatisierte Systeme beschrieben.

Ressourcenarbeit mit EMDR - Vom Überleben zum Leben

Christine Rost (Hrsg.). Junfermann, 2008

187 Seiten. EUR 22,00

In der Traumatherapie wird nicht mehr automatisch nur auf das Schwere fokussiert, sondern ganz bewusst mit den Klientinnen und Klienten nach Ereignissen in ihrem Leben gesucht, die gelungen sind, schön waren, erfolgreich und lustbetont.

Diese Buch vermittelt bewährte Techniken zur Ressourcenaktivierung mit EMDR, von denen die Autoren des Sammelbandes aufgrund ihrer praktischen Arbeit überzeugt sind. Zusätzlich zum EMDR-Standardprotokoll haben sich eine ganze Reihe von Protokollen entwickelt, in denen die bilaterale Stimulation von EMDR mit verschiedenen anderen Techniken kombiniert wird. Das Buch soll einen Überblick über genau die Techniken geben, bei denen sich die Ressourcenaktivierung mit EMDR im klinischen Einsatz bewährt hat und möchte andere Therapeuten ermutigen, die Techniken ebenfalls auszuprobieren und zu erforschen.

Mit Beiträgen von: Christine Rost, Franz Ebner, Dagmar Eckers, Reinhard Plassmann, Michael Hase, Susanne Leutner, Mark Novy, Björke Kühn von Burgdorff.

Dr. med. Christine Rost, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe und Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin. EMDR-Trainerin am EMDR-Institut Deutschland, Traumatherapeutin und Ausbilderin der DeGPT, Mitbegründerin des Zentrums für Psychotraumatologie Frankfurt, niedergelassen als Psychotherapeutin in eigener Praxis.

Innere Kinder, Täter, Helfer & Co - Ego-State-Therapie des traumatisierten Selbst

Jochen Peichl. Klett-Cotta, 2007

248 Seiten. EUR 24,50

Mit Selbst-Anteilen arbeiten - Traumatisierte Menschen fühlen sich in viel stärkerem Maße als andere als »multiple« Persönlichkeiten. Ihr Selbst zerfällt - bewusst oder unbewusst - in die unterschiedlichsten Teile. Wie mit den Selbstanteilen psychotherapeutisch wirksam gearbeitet werden kann, zeigt dieser praxiserprobte und innovative Ansatz.

Wer oder was ist das »Ich«? Diese Frage beschäftigt nicht nur Philosophen, sondern auch die Seelenärzte und Psychotherapeuten seit Sigmund Freud. Eine therapeutisch fruchtbare Antwort haben die amerikanischen Psychologen Helen und John Watkins gefunden: Das »Ich« ist keine Einheit, es besteht vielmehr aus Teilen.

Komplex traumatisierte Patienten machen diese Erfahrung des geteilten Selbst in radikaler Weise. Ihr Ich zerfällt häufig geradezu in die unterschiedlichsten Teilpersönlichkeiten. Täterintrojekte stehen neben dem verletzten kleinen Kind, Helferpersönlichkeiten koexistieren mit Opferanteilen. Der Autor zeigt an konkreten Beispielen aus der psychotherapeutischen Praxis, wie mit den unterschiedlichen Anteilen traumatisierter Patienten gearbeitet werden kann. Am Ende einer gelungenen Behandlung wird ein besser integriertes und damit gestärktes Selbst stehen, das schlimme Erfahrungen aus der Vergangenheit lebensgeschichtlich einordnen kann.

Ein innovativer und anwendungsbezogener Ansatz, der die klinische Traumatherapie bereichern wird. Ego-State-Theorie: Die Persönlichkeit besteht aus Teilen, die sich aus umgrenzten und beschreibbaren Sub-Selbsten zusammensetzt. (Watkins & Watkins: Ego-States Theorie und Therapie; 1997/2003).

Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie für Kinder und Jugendliche - PITT-KID - Das Manual

Krüger/Reddemann. Klett-Cotta, 2007

280 Seiten. EUR 24,00

Dem Leid traumatisierter Kinder begegnen - Traumatisierte Kinder und Jugendliche benötigen eigene Behandlungskonzepte, die ihrem Entwicklungsstand und ihren Ressourcen gerecht werden. Das PITT-Manual von Luise Reddemann bietet eine hervorragende Basis für eine Übertragung auf die Kinder- und Jugendlichentherapie.

Die therapeutische Arbeit mit psychisch schwer verletzten Kindern wurde im Boom der Traumatherapie bisher stiefmütterlich behandelt. Kaum eine der etablierten Behandlungsmethoden ist geeignet, die spezifischen Lebensbedingungen von Kindern, z. B. ihre emotionale Abhängigkeit von Bezugspersonen, angemessen zu erfassen. Dies gelingt überzeugend mit Luise Reddemanns Psychodynamisch Imaginativer Traumatherapie (PITT). Imaginationen entspringen geradezu einer kindlichen Sicht auf die Welt, und entsprechend gut lässt sich mit ihnen arbeiten. Der Kinder- und Jugendlichentherapeut Andreas Krüger hat in diesem Buch die Prinzipien des PITT-Manuals Schritt für Schritt für die Behandlung traumatisierter Kinder und Jugendlicher »übersetzt«.

Wichtige Grundsätze dabei sind: - Die Berücksichtigung aller Entwicklungsphasen des jungen Menschen - Die Betonung altersspezifischer Ressourcen - Die Einbeziehung des sozialen Umfelds des Kindes.

Eingeleitet wird das Buch mit grundsätzlichen Überlegungen von beiden Autoren zur Traumabehandlung.

Praxisbuch EMDR - Modifizierungen für spezielle Anwendungsgebiete

Friedhelm Lamprecht (Hrsg.). Klett-Cotta, 2006

240 Seiten. EUR 22,00

Weiterentwicklung der erfolgreichen EMDR-Methode Mit EMDR steht nicht nur eine wirksame Vorgehensweise bei der Traumaverarbeitung zur Verfügung. Der Band zeigt, wie auch traumabedingte Ängste, Schmerzen, Depressionen, Suchtverhalten und dissoziative Störungen mit diesem effektiven Ansatz behandelt werden können.

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist als Behandlungsform für traumatisierte Menschen in ihrer Wirkweise von der neurologischen Forschung umfassend bestätigt: Traumatisierungen verursachen häufig eine dysfunktionale Informationsverarbeitung im Gehirn, die zu quälenden Wiederholungen des traumatischen Ablaufs ohne Verarbeitungsmöglichkeiten führt. Dieser Kreislauf kann mit der »Augenbewegungstechnik«, die immer in eine sorgfältige psychotherapeutische Behandlung einzubinden ist, unterbrochen werden.

Friedhelm Lamprecht, einer der ersten »EMDR-Experten« in Deutschland, hat mit seinem Team in Forschung und Praxis herausgefunden, dass abgewandelte Techniken des EMDR sogar bei »Posttraumatischen Belastungsstörungen« Hilfe bringen: Dazu gehören Ängste, Depressionen, Schmerzen, dissoziative Störungen und Suchtverhalten. Die Ergebnisse sind so ermutigend hinsichtlich der Ausweitung der EMDR-Methode, dass sogar die Behandlung nichttraumabedingter Störungen in den Blick kommt.

Mit Beiträgen von: Friedhelm Lamprecht, Jochen-Wolf Strauß, Ad de Jongh und Erik ten Broeke, Dagmar Eckers, Michael Hase, Wolfgang Lempa und Martin Sack, Arne Hofmann und Martin Sack, Franz Ebner und Christine Rost, Gülay Akgül.

Friedhelm Lamprecht, Prof. Dr. med., ist Leiter der Abteilung Psychosomatik und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover und leitet die dortige »Traumasprechstunde«; zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema »Trauma« und »EMDR«.

Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie
PITT - das Manual

Luise Reddemann. Pfeiffer, 2004

220 Seiten. EUR 21,00

Der außergewöhnlich erfolgreiche Ansatz Luise Reddemanns zur Behandlung traumatisierter Patientinnen und Patienten, den sie in ihrem Buch Imagination als heilsame Kraft erstmals ausführlich vorgestellt hatte, wird im hier vorliegenden Manual systematisch entwickelt und für die traumatherapeutische Arbeit konkretisiert. Für die zahlreichen Therapeutinnen und Therapeuten, die das Verfahren der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie (PITT®) bereits anwenden oder sich dafür interessieren, dürften neben der präzisen Beschreibung des therapeutischen Vorgehens gerade auch die Hinweise auf phasentypische Fallstricke, häufige Missverständnisse und traumabedingte Probleme sehr hilfreich sein. Beide Bücher ergänzen einander und bieten über lange Jahre erprobte Interventionen speziell für komplex traumatisierte Patientinnen und Patienten an, die aber auch bei anderen Indikationen z.T. sinnvolle Anwendung finden können.

Die Autorin, Dr. med. Luise Reddemann, Nervenärztin und Psychoanalytikerin (DGPT, DGP), Fortbildung in Systemischer Therapie und verschiedenen körpertherapeutischen Verfahren, Fachärztin für psychotherapeutische Medizin, war von 1985 bis 2003 Leitende Ärztin der Klinik für psychotherapeutische und psychosomatische Medizin am Ev. Johanneskrankenhaus Bielefeld; aktuell ist sie in Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Psychotraumatologie tätig; Mitglied im Weiterbildungsausschuss der Deutschen Akademie für Psychotraumatologie, im Wissenschaftlichen Beirat der Lindauer Psychotherapiewochen und in der wissenschaftlichen Leitung der Psychotherapietage NRW.

Imagination als heilsame Kraft - Zur Behandlung von Traumatisierungen

Luise Reddemann et al. Klett-Cotta, 2002

215 Seiten. EUR 22,50

Hören Sie auf die Stimme Ihrer inneren Weisheit "Wenn wir Patienten dabei unterstützen, auf die Stimme ihrer inneren Weisheit zu hören, unterstützen wir ihre Selbstheilungskräfte und das freie Fließen dieser oft verschütteten Ressourcen." (L. Reddemann) Heute wissen wir, dass vielen seelischen und psychosomatischen Erkrankungen wie Sucht, Essstörungen, Borderline-Persönlichkeitsstörungen u. v. m. sehr häufig traumatische Erfahrungen als Ursache oder Mitursache zugrunde liegen. Viele der Betroffenen verfügen - so die Beobachtung der Autorinnen - ansatzweise über erstaunliche Selbstheilungskräfte, die es zu entfalten und zu unterstützen gilt. Aus dieser Erfahrung heraus hat Luise Reddemann zahlreiche Imaginationsübungen entwickelt und gesammelt, die Patientinnen helfen, stabiler zu werden und zu lernen, sich selbst zu trösten: "Achtsamkeit üben", "Ein Gegengewicht zu den Schreckensbildern finden", "Der innere sichere Ort" und viele andere. Erst wenn auf diese Weise innere Stabilität gewonnen wurde, folgt die Phase der Konfrontation mit dem Trauma ("Dem Schrecken begegnen") und der Abschluss ("Die eigene Geschichte annehmen und integrieren"). Ergänzt wird die Imaginationstherapie durch maltherapeutische Elemente (Susanne Lücke) und durch die Körperübungen des "Qi Gong" (Veronika Engl). Verschüttete Erfahrungen, seien es Körpererfahrungen oder innere Bilder, können so wieder freigelegt werden und den Heilungsprozess fördern. Das Buch wendet sich an Therapeutinnen und Therapeuten aller Richtungen. Die imaginativen Techniken sind in der Psychotherapie breit einsetzbar, nicht nur bei der Behandlung traumatisierter Patienten. Betroffene können das Buch als Anleitung für imaginative Übungen nutzen.

Traumatherapie - Was ist erfolgreich?

Sachsse et al. Vandenhoeck & Ruprecht, 2002

206 Seiten. EUR 25,00

Hilfe für schwer traumatisierte Menschen
Die neuesten Ergebnisse aus Forschung und Praxis zur Traumatherapie unter Einbeziehung verschiedener psychotherapeutischer Methoden und Techniken. Seit gut einem Jahrzehnt werden Verständnismodelle und Psychotherapiestrategien für posttraumatische Belastungsstörungen entwickelt. Nun wird eine erste Bilanz vorgelegt zu den zentralen Fragen: Was ist erfolgreich? Was hat sich bewährt? Sind Therapeuten unterschiedlicher Orientierung zu vergleichbaren Resultaten gelangt? Das Buch bietet einen reichhaltigen Einblick in verschiedenste Ansätze und Methoden der Traumatherapie: ambulante und stationäre Behandlung, Gestalttherapie, EMDR (eine Kurzbehandlungstechnik mit Hilfe von Augenbewegungen), Gestalttherapie, Bioenergetik, Hypnotherapie, Neurolinguistisches Programmieren. Schulenübergreifend zeigt sich, dass stabilisierende Ressourcenorientierung und vorsichtig gesteuerte Begegnung mit den traumatischen Erfahrungen therapeutisch erfolgreich sind und den betroffenen Patienten eine neue Lebensqualität geben können.

EMDR - der Weg aus dem Trauma. Über die Heilung von Traumata und emotionalen Verletzungen

Laurel Parnell. Junfermann, 1999

304 Seiten. EUR 20,50

Die EMDR-Therapie bettet die Technik der Augenbewegung in einen umfassenden Ansatz ein, durch den Informationen verarbeitet werden, die sich in unverarbeiteter Form in Körper und Geist des Patienten verkapselt haben. Dadurch werden die Betroffenen von belastenden Bildern und Körperempfindungen, bedrückenden Emotionen und einschränkenden Überzeugungen befreit. Bei Anwendung dieser Methode tritt die Heilung nicht nur wesentlich schneller ein als in der traditionellen Therapie, sondern die Klienten erleben auch ein Gefühl der Freude, Offenheit und tiefen Verbundenheit mit anderen.

EMDR - Eine neue Methode zur Verarbeitung traumatischer Erinnerungen

Christof T. Eschenröder. 1997

192 Seiten. EUR 18,80

Die von Francine Shapiro entwickelte innovative EMDR-Methode (Eye Movement Desensitization and Reprocessing/ Augenbewegungs-Desensibilisierung und Neubearbeitung) hat in der Fachwelt großes Aufsehen erregt, so sehr grenzte sie an Zauberei. Ursprünglich für die Behandlung von Trauma-Opfern gedacht, erschließen sich mittlerweile weitere Anwendungsbereiche. Was ist davon zu halten? Dieser Frage wird im vorliegenden Band beantwortet, der über den aktuellen Stand des Wissens zur EMDR informiert und zahlreiche Anwendungsbeispiele aus unterschiedlichen Bereichen und psychotherapeutischen Schulen vorstellt. Es zeigt sich, dass EMDR vor allem bei der Verarbeitung vergangener belastender Erlebnisse in manchen Fällen in erstaunlich kurzer Zeit zu einem Abklingen negativer Emotionen sowie zu neuen Einsichten und spontanen Veränderungen von Vorstellungsbildern führt.

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